GEGEN B64n: Baumpflanzaktion in Herzebrock-Clarholz

Gemeinsam haben der Grüne Kreisverband Gütersloh, der Verein Kulturlandschaft Sundern-Samtholz-Brock und die GAL am Tag der Deutschen Einheit einen Baum gepflanzt. Der Standort für den Baum wurde sorgfältig ausgesucht, denn er steht nun entlang der geplanten Trasse der B64n in Herzebrock. Die Besitzerin des Grundstücks Margit Großehagenbrock hat sehr gern ihr Land für diese Aktion zur Verfügung gestellt, denn genau wie die drei genannten Interessengruppen ist auch sie der Meinung, dass Herzebrock-Clarholz keine zusätzliche Fernstraße benötigt.

„Wir wollen hier nicht nur einen Baum für den Klimaschutz im Sinne der neuen Tradition dem sogenannten „Einheitsbuddeln“ pflanzen, sondern auch ein Zeichen setzen“ erläutert Martin Sellenschütter, Mitglied des Kreisvorstands der Grünen. „Wir brauchen hier keine 3-spurige Fernschnellstraße, die so gut wie keine Entlastung für die bestehende Strecke bringt. Stattdessen ist mit wesentlich mehr Lärm, einer immensen Flächenversiegelung und sogar mit der Enteignung von Familien entlang der Strecke zu rechnen“, ergänzt Johannes Bartsch von der Kulturlandschaft. Die Planungen zum Ausbau der Strecke sind 30 Jahre alt, also unter völlig anderen Gesichtspunkten entstanden und können nun in Zeiten einer sich entwickelnden Verkehrswende und der angestrebten Vermeidung von CO2 nicht einfach so umgesetzt werden, da sind sie die drei Interessenvertreter einig. Petra Lakebrink von der GAL wünscht dem frisch gepflanzten Baum: „Er möge wachsen und gedeihen und dort viele Jahrzehnte ungestört stehen bleiben, da haben Mensch und Natur viel mehr von, als von einer Trasse, die auch die Verbundbiotope am Axtbach zerstören würde.“ Die Interessengemeinschaften werden sich auch zukünftig zusammen gegen den Bau der B64n einsetzen. Weitere Infos findet man unter www.b64n.info

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