Grüne unterstützen Fridays for Future

Zu den Demonstrationen der Schülerinnen und Schüler in ganz Deutschland äußert sich die Erste Parlamentarische Geschäftsführerin der Grünen im Bundestag, Britta Haßelmann: Letzten Freitag sind wieder weltweit Schülerinnen und Schüler im Zuge der Protestbewegung Fridays for Future auf die Straßen gegangen. Hunderttausende demonstrierten allein in Deutschland für einen konsequenten Umwelt- und Klimaschutz. Die inzwischen global in über 100 Ländern stattfindenden Kundgebungen sollten ein Weckruf für die Bundesregierung sein, Klimaschutz endlich ernst zu nehmen. Wir Grüne fordern, dass nun endlich umfassende Maßnahmen gegen die Klimakrise in allen Sektoren eingeleitet werden. Dazu gehören der zügige Kohleausstieg, eine Verkehrswende und saubere Mobilität sowie eine nachhaltige Agrarpolitik. Ein Umdenken der Bundesregierung ist zwingend notwendig.

Innerhalb der Bundesregierung gibt es unterschiedliche Auffassung über die streikenden Schülerinnen und Schüler. Wir wollen von der Bundesregierung wissen, wie sie zu den Fridays for Future-Demonstrationen steht und warum sie keine konsequente Klimaschutzpolitik verfolgt. Denn dass junge Menschen zu Tausenden auf die Straße gehen, ist dem Nichts-Tun der Bundesregierung geschuldet. Trotz Aktionsplänen und Programmen sind die Treibhausgasemissionen in Deutschland in den letzten Jahren wieder angestiegen. Die Bundesregierung muss nun endlich ihren Beitrag im Kampf gegen die Klimakrise erfüllen. Neben den Klimaschutzmaßnahmen, wie sie im Klimaschutzplan verankert sind – die endlich konkret ausgestaltet und umgesetzt werden müssen – müssen weitere umgehend Maßnahmen in allen Sektoren eingesetzt werden. Junge Menschen stehen mit ihren Forderungen nicht allein. Ganz im Gegenteil: Seit Mitte März 2019 haben sich auch mehrere tausend Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler hinter die Klimabewegung der Schülerinnen und Schüler gestellt und damit die Dringlichkeit betont, mit der die Klimakrise endlich ernstgenommen werden muss. Nicht erst seit dem Sonderbericht des Weltklimarats wissen wir: Für die Begrenzung der Erderwärmung auf deutlich unter 2 Grad, am besten 1.5 Grad, benötigt es wirksame Maßnahmen und ein Umdenken auch in der Wirtschaftspolitik. Eine sozial-ökonomische Transformation ist dringend nötig.

Hier kann man die Aktuelle Stunde im Bundestag zum Thema ansehen

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