AKW Grohnde muss vom Netz

Wibke Brems, Vorsitzende des GRÜNEN Bezirksverbands OWL sowie anti-atompolitische Sprecherin der GRÜNEN Landtagsfraktion, zu der geplanten Laufzeitverlängerung des AKW Grohnde:

Das AKW Grohnde muss unverzüglich vom Netz! Das Atomkraftwerk Grohnde war mit acht meldepflichtigen Ereignissen im Jahr 2018 nach Brokdorf das anfälligste AKW in Deutschland. Wir fordern den Betreiber auf, alle Spielchen zur Verlängerung der Laufzeit zu unterbinden und die Bevölkerung nicht länger zum Zweck der eigenen Gewinnmaximierung zu gefährden. Ostwestfalen-Lippe wäre im Fall eines Austritts von Radioaktivität direkt betroffen. Zahlreiche Kommunen in OWL haben in den letzten Jahren bereits Resolutionen verabschiedet, in denen eine sofortige oder schnellere Abschaltung von Grohnde gefordert wird, darunter Gütersloh, Herford und Detmold. Es ist höchste Zeit, dass die damit zum Ausdruck gebrachten Bedenken der Bevölkerung endlich ernst genommen werden und das AKW Grohnde abgeschaltet wird.

Hintergrund:
Das endgültige Abschaltdatum für Grohnde ist Ende 2021, welches die Betreiber auch ausreizen wollen. Die eigenen Reststrommengen wären aber schon im Sommer 2019 aufgebraucht, daher hat der Hauptgesellschafter Preussen Elektra Reststrommengen aus bereits abgeschalteten AKW auf Grohnde übertragen, die aber auch nur bis Herbst 2019 reichen. Um Reststrommengen aus Krümmel und Brunsbüttel auf Grohnde zu übertragen, braucht es eine Einigung mit dem Mitgesellschafter Vattenfall, wonach es aktuell nicht aussieht.

Eine Liste der Kommunen, die eine Resolution verabschiedet haben, ist hier zu finden:  http://www.grohnde-kampagne.de/aktionen/2017-kommunen/uebersicht/

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