Grüne fordern auskömmliche Finanzierung der Insolvenzberatung in NRW

Gütersloher Initiative erfolgreich auf Landesparteitag

Auf dem Landesparteitag am vergangenen Wochenende in Troisdorf wurde unser Antrag zur auskömmlichen Finanzierung der Insolvenzberatungsstellen in NRW einstimmig beschlossen.

Anlass war die angekündigte Schließung der Insolvenzberatungsstelle der Diakonie in Gütersloh, die nur durch eine befristete Übergangsfinanzierung der Stadt Gütersloh gerettet werden konnte.

Der Antragsteller Marco Mantovanelli erläutert: „Es ist nicht hinnehmbar, dass Städte und Kreise für eine Pflichtaufgabe des Landes aufkommen sollen.“ Deswegen fordern wir nun die schwarz-gelbe Landesregierung auf, die Beratungsstellen ausreichend zu finanzieren, damit diese langfristig planen können. Mantovanelli weiter: „Die Folgekosten, die für die Gesellschaft entstehen, wenn Verschuldungssituationen durch wegbrechende Angebote verschleppt werden, sind weitaus höher als die Kosten einer effektiven Insolvenzberatung.“

Darüber hinaus fordern wir ein ganzheitliches Konzept für die Schuldner- und Insolvenzberatung zu entwickeln, da diese in der Praxis eng verzahnt sind. Zurzeit ist die Schuldnerberatung Aufgabe der Kreise und die Insolvenzberatung Aufgabe des Landes.

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