Rechtsextreme Straftaten im Kreis Gütersloh rückläufig, aber auf hohem Niveau

Die Zahl der politisch rechts motivierten Straftaten ist landesweit von 4.700 im Jahr 2016 auf 3.764 im Jahr 2017 gesunken und befindet sich damit immer noch deutlich über dem Niveau von 2014 mit 3.286 Straftaten. Das zeigen aktuelle Statistiken, die das NRW-Innenministerium auf Anfrage der GRÜNEN Landtagsfraktion veröffentlicht hat. Wibke Brems, Grüne Landtagsabgeordnete aus Gütersloh, erklärt dazu: „Ende 2014 begann mit dem Aufkommen der Pegida-Demonstrationen und der beginnenden Radikalisierung der AfD der massive und sprunghafte Anstieg rechtsextremer Gewalttaten. Insbesondere im Jahr 2016 stieg die Anzahl der rechtsextrem motivierten Straftaten an. Der aktuelle Rückgang kann also nicht darüber hinwegtäuschen, dass wir in Nordrhein-Westfalen weiterhin ein deutliches Problem mit Rechtsextremismus und Rassismus haben.

Hier im Kreis Gütersloh wurden 2017 46 Straftaten gezählt. Darunter war ein Körperverletzungsdelikt. Damit zeichnet sich der landesweit rückläufige Trend auch im Kreis Gütersloh ab. Angesichts der sich fortsetzenden gesamtgesellschaftlichen Diskursverschiebung nach rechts, kann dies aber für uns kein Grund sein, uns zurückzulehnen. Die Anzahl der Straftaten war zwar im vergangenen Jahr rückläufig, liegt aber immer noch weit über der durchschnittlichen Anzahl der Straftaten in den Jahren von 2012 bis 2015. Wir Grüne werden uns auch weiterhin entschieden gegen Rechtsextremismus und Rassismus engagieren.“

Zur Erläuterung:

  •  Sie finden hier eine Übersicht der Anzahl rechtsextremer Straftaten in den Jahren 2012 bis 2017 in den einzelnen Kommunen im Kreis Gütersloh.
  • Sie finden hier die Übersicht der Anzahl rechtsextremer Straftaten in den Jahren 2012 bis 2017 NRW-weit.

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