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22Sep

“Priorisierungsliste 2011”: Bauplanungen im Kreis gestoppt

Ortsumgehung Gütersloh-Friedrichsdorf wird nicht gebaut

In ihrer heutigen Pressekonferenz haben der NRW-Verkehrsminister Harry Voigtsberger und der parlamentarische Staatssekretär Horst Becker die weiteren Planungen der Landesregierung zu den Straßenbauprojekten in unserem Bundesland vorgestellt.

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Für die Ortsumgehungen Gütersloh-Friedrichsdorf (L791) und Herzebrock-Clarholz (B64) sowie für die Ortsumgehung in Rietberg-Neuenkirchen (L782) und die Trassenverlegung der L806 in Clarholz bedeutet die aktuelle Planung des Landes, dass diese Projekte zurückgestellt werden. Die so genannte „Priorisierungsliste 2011“ des Landesstraßenbedarfsplans sieht für die genannten Baumaßnahmen die Prioritätsstufe „nachrangig planen“ vor, was de facto bedeutet, dass keine weiteren Planungsschritte unternommen werden und ein Bau der Strecken somit auf absehbarer Zeit nicht vorgesehen ist.

Hierzu erklärt Wibke Brems, Gütersloher Landtagsabgeordnete von Bündnis 90/Die Grünen und Sprecherin des Kreisverbands Gütersloh: „Rot-Grün im Land hat Inventur gemacht. Bei insgesamt 35% der Landesstraßenprojekte macht es keinen Sinn, die Planungen fortzuführen. Diese werden nun zurückgestellt. Darunter fallen auch diese Bauprojekte in unserem Kreis. Bei weiteren 50 Straßen wird nach Abschluss der nächsten Planungsphase neu priorisiert.

Die überzähligen Planungsbeauftragungen und ersten Spatenstiche der Regierung Rütgers in Wahlkampfzeiten waren in hohem Maße unehrlich. Das Geld für die Umsetzung dieser vielen Projekte war und ist nicht vorhanden. Alleine die jetzt priorisierten Straßen binden die zur Verfügung stehenden Finanzmittel mindestens für die nächsten 10 Jahre.

Darüber hinaus haben die offensichtlich an vielen Stellen sinnlos begonnen Planungen in den Kassen des landeseigenen Betriebs Straßen.NRW ein Defizit von 51 Mio. Euro verursacht. Nun findet eine Konzentration auf die realistischen Projekte statt, dies ist sicher auch im Sinne der Steuerzahlenden.

Zukunftsorientierte Finanz- und Verkehrspolitik erfordern einen Paradigmenwechsel vom Neubau zum Straßenerhalt. Ab dem Jahr 2013, nachdem langfristig laufende Projekte abgeschlossen sind, stehen relevante Mittel für die Umschichtung zur Verfügung.

Die Pflege der Straßensubstanz wurde in den letzten Jahren deutlich vernachlässigt, dabei ist genau dieser Erhalt die günstigste Variante, sichere und schnelle Mobilität auf der Straße sicherzustellen. In diesem Sinne werden wir sukzessive freiwerdende Haushaltsmittel umschichten. Ein Schritt, den Expertinnen und Experten mehrfach als sinnvoll und wichtig empfehlen.“

Die "Landesstraßenbedarfsplan Stufe 1 Priorisierungsliste 2011 NRW" mit einer Übersicht der Planungsmaßnahmen finden Sie hier.

Den vollständigen Text der Pressemitteilung finden Sie hier:

Pressemitteilung Wibke Brems 22.09.2011 – Ortsumgehung Gütersloh-Friedrichsdorf wird nicht gebaut

06Mai

Parkbad Gütersloh: Ein Abend für Natori am 27. Mai

“Ein Abend für Natori” ist das Motto einer Benefizveranstaltung von Gütersloher Künstlerinnen und Künstler aller Sparten zugunsten der Menschen in Natori, Präfektur Miyagi/Japan, deren Stadt am 11.März um 14.46 Uhr von einer zehn Meter hohen Tsunami-Welle zum größten Teil zerstört wurde. Dieser Abend steht im Zeichen der Naturkatastrophe und der gesamte Erlöß dieser Benefizveranstaltung geht zugunsten der Menschen in Natori.

Beginn 20 Uhr, Eintritt 5,00 Euro oder mehr …

Eintrittskarten im Vorverkauf im: Parkbad Gütersloh, Am Parkbad 7-9, 33332 Gütersloh

Gütersloh Marketing GmbH, Berliner Straße 63, 33330 Gütersloh

Telefonische Reservierung: 0178 741 36 99

Mehr Informationen, u.a. über die auftretenden Künstler, finden sich hier:

http://www.parkbad-gt.de/ein_abend_fuer_natori.htm

14Mrz

Rege Beteiligung an Gütersloher Mahnwache

Etwa 500 Bürgerinnen und Bürger kamen am 14. März um 18:00 Uhr zur Gütersloher Mahnwache auf dem Berliner Platz und brachten so ihre Anteilnahme mit den Opfern des Erdbebens und des Tsunamis im Nordosten Japans zum Ausdruck und zeigten Flagge gegen die Nutzung der Kernkraft und die Verlängerung der Laufzeiten der deutschen Kernkraftwerke.

 

 

 

 

 

 

 

13Mrz

Mahnwache in Gütersloh: Montag, 18 Uhr Berliner Platz

Pressemitteilung

BUND Gütersloh e.V. Gütersloh

GNU Gütersloh e.V.

Die Grünen OV Gütersloh

Atomausstieg

In großer Betroffenheit über die Ereignisse in Japan rufen wir zum unverzüglichen Ausstieg aus der Nutzung von Atomkraft auf.

Folgende zentrale Forderungen formulieren wir:

1. Rücknahme der beschlossenen Laufzeitverlängerungen

2. Sofortige Abschaltung der Risiko-Kernkraftwerke in Deutschland

3. Solidarität und Unterstützung für die japanische Bevölkerung

Um diesen Forderungen ein Gesicht zu verleihen, richten wir am Montag, 14. März, von 18.00 Uhr bis 18.30 Uhr eine Mahnwache in Gütersloh ein:

Berliner Platz, Gütersloh (vor dem Kaufhaus Karstadt)

Alle Bürgerinnen und Bürger in Gütersloh und Umgebung sind zur Teilnahme eingeladen.


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17Feb

Stadtwerke Gütersloh vor Schlimmerem bewahrt

Im Jahr 2006 planten die Stadtwerke Gütersloh eine Beteiligung am unter RWE-Federführung derzeit gebauten Steinkohlekraftwerk in Hamm. Die stolze Summe von 25 Mio. Euro wollten die SWG investieren, angelockt von einer von RWE in Aussicht gestellten Rendite von 6,5% jährlich.
Die Grünen im Rat der Stadt Gütersloh stellten sich damals gegen diese Investitionspläne und rieten zur Besonnenheit. Neben Bedenken wegen des seinerzeit übereilten Verfahrens waren und sind es vor allem Umweltschutzbedenken, die uns Grüne gegen das Vorhaben einnahmen. Der geringe Wirkungsgrad bei der Kohleverstromung, der hohe Kohlendioxidausstoß und der weite Transportweg der aus Australien herbeizuschaffenden Kohle waren und sind ökologische Hauptargumente gegen den Bau von Kohlekraftwerken.
Zum Glück, wie wir heute sehen, fiel damals in Gütersloh keine Entscheidung für die Investition. Andere kommunale Versorger beschlossen den Einstieg in die Kraftwerksbeteiligung. 23 Stadtwerke von Trier bis Osnabrück übernahmen insgesamt 23% der Investitionssumme. Für diese Stadtwerke erweist sich derzeit die Beteiligung als ein finanzielles Debakel: Die Fertigstellung des Kraftwerks verzögert sich um voraussichtlich mindestens ein Jahr, bedingt u.a. durch die mangelhafte Qualität von z.T. aus China zugelieferten Baugruppen, die Kosten der Fertigstellung stiegen dadurch bereits um 200 Mio. auf 2,2 Mrd. Euro. Darüber hinaus erscheint es fraglich, ob das Steinkohlekraftwerk vor dem Hintergrund der Verlängerung der Laufzeiten für Atomkraftwerke und einem zügigen Ausbau der Erneuerbaren Energien noch wirtschaftlich betrieben werden kann.

Für die Bürgerinnen und Bürger in Gütersloh war also die Entscheidung gegen die Investition ins Hammer Kraftwerk genau die richtige. Der ruinöse Kraftwerksbau in Hamm steht exemplarisch für die Tatsache, dass der Neubau von Kohlekraftwerken in Deutschland nicht mehr wirtschaftlich ist. Konventionelle Kohlekraftwerke müssen in Zeiten hoher Einspeisung von Wind- und Sonnenenergie immer häufiger vom Netz genommen werden. Billiger Strom aus abgeschriebenen Atomkraftwerken sorgt für zusätzlichen Kostendruck und verstopfte Netze.Damals wie heute raten wir  Stadtwerken zur Besinnung auf ihre eigentliche Stärke. Diese liegt vor allem in der Nähe zum Kunden. Investitionen vor Ort in den Ausbau der Erneuerbaren Energien, Kraft-Wärme-Kopplung und Energieeffizienz sind für Stadtwerke ein attraktives Betätigungsfeld.

Eine Pressemitteilung unserer Kreissprecherin und Landtagsabgeordneten Wibke Brems zu diesem Thema finden Sie hier.

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