v.l.n.r. Christoph Plutta (Firma Lübbering), Anja Lübbering (Assistentin der Geschäftsführung), Verena Baxheinrich (Firma Lübbering), Jürgen Wächter (Mitglied Kreisverband Gütersloh), Dr. Birgit Beisheim MdL, Michèle Eichhorn (MA Enquete-Kommission). Zweite Reihe v.l.n.r. Matthi Bolte MdL, Michael Basten (MA Enquete-Kommission), Achim Lübbering (Geschäftsführer), Dr. Peter Jahns, Petra Lakebrink (Grüne Alternative Liste Herzebrock-Clarholz), Markus Füchtenhans (Firma Lübbering).

Enquete-Kommission besucht innovativen Betrieb im Kreis Gütersloh

Grüne Landtagsabgeordnete und Vorstandsmitglieder besuchen innovativen Handwerksbetrieb Johannes Lübbering GmbH in Herzebrock Clarholz

Virtuelle Zeichnungen, Modelle aus dem 3-D-Drucker und Daten in der Cloud: Die Digitalisierung eröffnet auch dem Handwerk viele Chancen. Betriebe können Arbeitsprozesse und ihre Kommunikation mit Kunden verbessern. Wie die Umstellung funktionieren kann, darüber tauschen sich Grüne Landtagsabgeordnete mit digitalen Vorreitern im Handwerk aus. Die Grünen Mitglieder in der Enquete-Kommission „Zukunft von Handwerk und Mittelstand in NRW“, Dr. Birgit Beisheim und Matthi Bolte, besuchen auf ihrer Handwerkstour innovative Betriebe in NRW. Mit dabei ist auch der Grüne Sachverständige in der Kommission: Dr. Peter Jahns, Geschäftsführer der  Effizienz-Agentur NRW.

Am 24. August 2016 besucht die Delegation um 15:00 Uhr die Johannes Lübbering GmbH Herzebroch Clarholz.

Der Produzent für Hochpräzisionswerkzeug für Luftfahrt- und Automobilindustrie aus Herzebrock-Clarholz setzt auf digitale Technologien. Sei es das Design neuer Werkzeuge mit 3D-Grafikprogramm oder der Ausdruck eines Prototypens mittels 3D-Drucker, die Lübbering GmbH ist im Bereich Handwerk 4.0 sehr gut aufgestellt. Davon konnten wir uns gemeinsam mit Jürgen Wächter (Grüne Werther) und Petra Lakebrink (GAL) auf der Betriebsführung mit Geschäftsführer Achim Lübbering überzeugen.

Dr. Birgit Beisheim:

„Das Handwerk ist ein Garant für eine nachhaltige Wirtschaftsentwicklung in NRW. Die rund 1,1 Millionen Beschäftigten und ihre Betriebe versorgen die Bürgerinnen und Bürger täglich mit Waren und Dienstleistungen. In Kooperation mit den Vertretern des Handwerks wollen wir ihnen gute Voraussetzungen und das passende Umfeld für ihre wirtschaftliche Entwicklung bieten. Digitalisiert und nachhaltig arbeitende Handwerksbetriebe werden auch langfristig als Dienstleister wie als Arbeitgeber wettbewerbsfähig bleiben.“

Matthi Bolte:

„Grundvoraussetzung für die Digitalisierung der Wirtschaft und speziell des Handwerks ist ein flächendeckender Ausbau der digitalen Infrastruktur. Deshalb investieren wir bis 2018 eine halbe Milliarde Euro in schnelles Internet. Der kleine Handwerksbetrieb im ländlichen Raum bekommt so die gleiche Chance, von der Digitalisierung zu profitieren, wie die Betriebe in den Ballungszentren NRWs. Auf unserer Tour wollen wir mit den Vorreitern ins Gespräch kommen und erarbeiten, wie die digitalen Potenziale im Handwerk gehoben werden können. Erfahrungsaustausch sowie Kooperationen zwischen Betrieben und mit Technologieinstitutionen können dabei Anknüpfungspunkte sein.“

Dr. Peter Jahns:

„Unsere Gesellschaft verändert sich durch den digitalen Wandel und den Klimaschutz rapide. Daran muss das Handwerk seine Geschäftsmodelle anpassen. Mit neuen Techniken und marktorientierten Kooperationen können Betriebe zukunftsfähige Angebote auf den Markt bringen. Dafür gilt es die Rahmenbedingungen zu schaffen – in der Ausbildung, in der betrieblichen Innovation und in globalen Kooperationen.“

Verwandte Artikel