Renate Künast zu Gast im Klimapark Rietberg

Als “Ort des Fortschritts” prämiert und auch die durch die Vereinten Nationen verliehene Auszeichnung im Rahmen der UN-Dekade ”Bildung für nachhaltige Entwicklung” würdigen das große Engagement des Klimaparks bei der anschaulichen Vermittlung von Technologien und Verhaltensweisen zum Klimaschutz. Sehr gute Gründe, um Renate Künast, Vorsitzende der Grünen Bundestagsfraktion, nach Rietberg einzuladen und mit ihr und den Betreibern und Förderern des Klimaparks diesen Ort genauer unter die Lupe zu nehmen.

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Andreas Sunder, Bürgermeister von Rietberg, und die Klimaschutzmanagerin der Stadt Anika Hering begrüßten gemeinsam mit Prof. Dr. Eva Schwenzfeier-Hellkamp von der FH Bielefeld den Berliner Gast. Unsere Grüne Besuchergruppe und die zahlreichen interessierten Gäste ließen sich das Konzept hinter dem Klimapark und die einzelnen Exponate von den Kooperationspartnern des Klimaparks erläutern. Technik für den Klimaschutz und die Energiewende sichtbar und greifbar zu machen – darum geht es im Klimapark. Mit viel Engagement der Stadt Rietberg, der Fachhochschule Bielefeld und den zahlreichen lokalen und regionalen Partnern ist so seit 2008 der Klimapark entstanden, der sich um die Vermittlung der Notwendigkeit der Energiewende und von technischem Verständnis für die Erneuerbaren Energien bemüht.

Von Anfang an dabei ist die FH Bielefeld, die den Park wissenschaftlich begleitet und im Rahmen des neuen Studiengangs Erneuerbare Energien beispielsweise Praktika und Studienabschlussarbeiten dort durchführt und so einen echten Mehrwert für die Lehre aus dem Park zieht und umgekehrt auch ihre Expertise dort einbringt.

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Die Partner des Klimaparks stellten ihre Exponate vor, mit denen sie den Park bereichern. Aus dem Bereich der Energieerzeugung sind dort ein begehbares Biogansanlagen-Modell, eine Geothermie-Anlage, das drehbare Sonnenhaus, das die Photovoltaik auf seinem Dach mit seiner Drehung dem Sonnenstand nachrichtet, der sich ebenfalls nachrichtende Solartracker, der mit einer Batterieanlage kombiniert Strom erzeugt und auch speichern kann, und das Modell einer Deponie und der darin begehbare Deponiegasschacht zeigen das energetische Potenzial von Abfall auf.

Darüber hinaus gibt es weitere spannende Projekte zu besichtigen: Elektromobilität wird ebenso anschaulich dargestellt wie auf einer Teststrecke energieeffiziente LED-Straßenbeleuchtung. Im Klimawald wird an Baumarten geforscht, die veränderten Klimabedingungen gewachsen sind, die verwendete Wegpflasterung hat die spannende Fähigkeit, auf photokatalytische Weise Luftschadstoffe aus der Umgebung zu filtern.

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“Das ist ein toller Ort. So etwas sollte Schule machen, wir brauchen mehr solcher Parks,” stellte Renate Künast beeindruckt fest. Inzwischen gibt es für fast jeden Bereich des Lebens die Technik oder wenigstens Konzepte für Energieeffizienz. “Die Energiewende ist eine Realität, schon lange keine bloße Idee mehr.” Hinter all dem steckt die Idee einer großen Umgestaltung: Strom, Wärme und Mobilität müssen in Zukunft vollständig nachhaltig sein, also vollständig erneuerbar. Dazu, so Renate, müssen wir das Tempo des Wandels halten und die Energiewende nicht verzögern. “Ich wünsche mir, dass in 50 oder 100 Jahren in den Geschichtsbücher über unsere jetzige Zeit steht, dass wir die große Transformation zur Nachhaltigkeit auf den Weg gebracht haben, dass wir den Masterplan Energiewende entworfen haben.”

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